Einkauf auf dem Markt

Was ist der Markt & was sind seine Vorteile

Der Markt ist die ursprünglichste Form des Einkaufens. Und auch die schönste! Im Supermarkt riechst du nicht viel. Auf dem Markt duften die Zitronen, die reifen Tomaten, das Bohnenkraut, dass dir die Marktfrau zu deinen grünen Bohnen gratis dazugibt.

Dabei ist ein Markt einfach ein Ort, an dem Angebot und Nachfrage zusammenkommen[1]. Daher kommen auch die Begriffe Weltmarkt, Immobilienmarkt, Kaffeemarkt. Auf diesen Märkten entstehen durch Tausch Preise für Güter[2]. Auf Wochenmärkten sind die Preise vom Erzeuger vorgegeben. Der Unterschied: Das Geld geht nicht an Zwischenhändler, auf den meisten Wochenmärkten verkaufen die Erzeuger ihre Produkte persönlich. So kommt das Geld ihnen direkter zugute, als es beim Einkauf im Supermarkt der Fall wäre.

+ Auf dem Markt kannst du genussvoll flanieren, mit den Verkäufern reden und dich aus erster Hand über die angebotenen Güter informieren. Das schafft mehr Vertrauen und Transparenz, als es beim Einkauf im Supermarkt jemals der Fall sein könnte.

+ Die Erzeuger kommen meist aus der Umgebung, da der Wochenmarkt nur einen Vormittag lang dauert. Die angebotene Ware ist teilweise kontrolliert  biologisch angebaut (nach dem Siegel am Stand Ausschau halten) und das Beste: Sie wird meist ohne Verpackung angeboten. Du entscheidest, wie du die Ware mitnimmst!

+ Zudem kaufe ich auf dem Markt gerne ein, weil die Stände schon am Morgen um halb 8 stehen. So lässt sich der Einkauf auch vor der Arbeit erledigen. Manche Märkte finden auch samstags statt. Zudem schätze ich das Flair und den persönlichen Kontakt mit den Verkäufern auf dem Markt. Oft kommt man  auf dem Markt ins Gespräch mit Erzeugern und anderen Käufern.

+ Bei Märkten erkennst du wieder die regionalen Unterschiede: Ein Markt in Italien oder Frankreich hat komplett andere Marktstände und Lebensmittel im Angebot als ein Markt in Österreich. Auch von Jahreszeit zu Jahreszeit unterscheidet sich das Angebot viel stärker, als es im Supermarkt der Fall wäre. Besonders im Winter konnte ich immer wieder neue Obst- und Gemüsesorten entdecken. So konnte ich die Schönheit der verschiedenen Jahreszeiten auf eine weitere Weise kennenlernen.

Market zusammenstellung

Wie kannst du auf dem Markt verpackungsfrei einkaufen?

  1. Überlege dir vorher, was du brauchst und stelle alle Behälter bereit!

Vorher eine Einkaufsliste zu schreiben hilft dir, ausreichend Verpackungen zusammenzustellen. Außerdem vermeidest du es damit, Sachen zu kaufen, die du gar nicht brauchst. Für Überraschungseinkäufe nehme ich immer noch einen zusätzlichen Behälter mit.

Welche Behälter du für welche Güter verwenden kannst, findest du im Artikel „Küche und Lebensmittel“.

  1. Sprich deine Einkaufsgewohnheiten an!

Wenn du dem Verkäufer nicht mitteilst, dass du Zero Waste einkaufst, wird er dir deine Sachen konventionell verpacken. Ein Satz genügt:“Füllen Sie die Oliven in dieses Weckglas, bitte!“ Sage diesen Satz mit aller Selbstverständlichkeit, so als gäbe es nur diese Möglichkeit einzukaufen. Erkläre den Verkäufern, wann immer sich die Gelegenheit bietet, warum Zero Waste einkaufen für alle Vorteile verschafft (WIN-WIN-WIN).

Anfangs ist es möglicherweise ein bisschen Überwindung, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass dich gerade auf dem Markt deswegen keiner schräg anschauen wird.

Im Gegenteil, dort kaufen eher umweltbewusste Menschen ein, die Wert auf qualitativ hochwertige Zutaten legen. Oft erhalte ich sogar Lob für meine Einkaufsweise, besonders am Stand für Fisch und am Stand für Oliven.

Links: mein Einkauf auf einem Markt im Süden Frankreichs (Provence-Alpes Cote d’Azur)

DSC01833.JPG

Was kaufe ich auf dem Markt?

Meistens nehme ich biologisch angebautes Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte mit dem Demeter-Label sowie Oliven mit.

Mein Urlaubseinkauf war nicht ganz so typisch. Hier gab es viele Produkte, die ich zu Hause auf dem Markt nie erhalte, wie z.B. Gewürze, von denen ich sehr begeistert war.

Ja, Märkte in Südfrankreich sind wunderbar! Du bekommst dort alles, von Anis bis zu Zuckermelonen. So habe ich es auch geschafft, im Urlaub Zero Waste einzukaufen!

Ich habe mich für 3 Gewürze am Gewürzstand entschieden: Pfeffer, Senfsamen und Ras-el-Hanout, eine orientalische Gewürzmischung. Letztere beide füllte ich in leere Marmeladengläser ab, der Pfeffer landete in einem ehemaligen Tomatenpassata-Glas.

In der Tasche befinden sich die herrlichsten Tomatenvarianten. Hier sieht man nur die große Runzeltomate. Unten befinden sich noch Cherrytomaten, gelbe pflaumenförmige Tomaten, beinahe schwarze kleine Tomaten und viele mehr. Der Salat, die Pfirsiche, die Kartoffeln und die Zuckermelonen befanden sich ebenfalls in einer Stofftasche.

Ziegenkäse und Schafsbrie habe ich in einer Keksdose im Hintergrund mitgenommen. Außerdem 3 verschiedene Sorten Nudelsalat mit Tomaten und Avocado, ebenfalls in einer Keksdose.

Auch wenn die Auswahl saisonal und örtlich verschieden ist: Zu Hause geht Einkauf auf dem Markt mit dem Zero Waste Prinzip genau so! Dazu folgt ebenfalls noch ein Post!

Was kaufst du auf dem Markt ein? Welche speziellen Sachen gibt es auf deinem Markt? Ich freue mich auf deinen Kommentar?

[1] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/markt.html

[2] http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/markt.html

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