Vision 0kg/Minute – Bananen Teil III

Unsere Verantwortung

Das ist mein Beitrag zum #reducefoodwaste Blogger Award 2017. Ich würde mich sehr freuen, wenn du hier mitvotest!

Vom heißen Klima Mittelamerikas bis ins kühle Mitteleuropa, von Pestiziden, Bioanbau, Plastiksäcken und „Biomüllcontainern“ haben die letzten beiden Artikel (Teil I und II) ein breites Themenspektrum rund um die Bananane abgedeckt. Mich hat es beeindruckt, wie aufwändig der Bananenanbau ist, was für einen weiten Weg Bananen zurücklegen und wie viele Bananen schließlich hier im Müll landen: Dabei war immer wieder von 288 kg/Minute die Rede, die Menge an Bananen, die alle deutschen Supermärkte zusammen pro Minute wegwerfen.

In diesem Artikel gibt es eine neue Zahl: 0 kg/min.

1.Warum 0 kg/min? Zahlen & Fakten zu privatem Bananenkonsum

Alle deutschen Supermärkte zusammen werfen 288 kg Bananen pro Minute weg. Wahrscheinlich weiß jeder, der die Bananen-Artikelserie gelesen hat, diesen Satz schon auswendig. Warum lautet der Titel dieses letzten Artikels zum Thema Bananen 0 kg/Minute?

Die Lebensmittelverschwendung von uns Konsumenten ist bisher noch nicht klar zum Zug gekommen. Hier möchte ich so kurz wie möglich die Zahlen zu den von Privathaushalten weggeworfenen Bananen darlegen.

„Ob in den USA, in der Schweiz, in Skandinavien oder Großbritannien, überall zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Endverbraucher werfen rund 20 Prozent ihrer Lebensmittel ungenutzt auf den Müll.“ (Spiegel online, 2015)[1]

Basierend auf dieser Regel habe ich berechnet, wie viele Bananen in deutschen, österreichischen und schweizerischen Privathaushalten verloren gehen:

Jeder Deutsche isst im Durchschnitt 10,5 kg Bananen pro Jahr[2]. Der Quelle nach ist dies die Menge der tatsächlich gegessenen Bananen. Das bedeutet[3], dass jeder Deutsche 13,125 kg Bananen pro Jahr kauft, davon 10,5 kg isst und 2.625 kg pro Jahr wegwirft!

Bei einer Bevölkerung von 81 000 000 Menschen in Deutschland[4] sind das 212 625 000 kg verschwendete Bananen pro Jahr[5].

In jeder Minute werfen alle Privathaushalte in Deutschland zusammen 405 kg Bananen [6] weg. Somit verschwenden sie mehr Bananen als der Einzelhandel!

Auch für Österreich und Deutschland habe ich diese Berechnungen durchgeführt:

Zusammengerechnet für diese 3 Länder ergeben sich 405 + 104 + 40 = 549 kg Bananen,die jede Minute im Müll landen.

Monetär ausgedrückt: Pro Minute werfen die Bewohner von Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Wert von 653,31€ in die Tonne[9]!

Deutschland Österreich Schweiz Total
Total Importe/Jahr 1 400 000 000 kg[8] 102 299 000 kg 72 000 000 kg 1 581 297 000 kg
Weggeworfen pro Kopf 2,625 kg 2,64 kg 2,5 kg Durchnittlich 2,58 kg pro Kopf
Weggeworfen von privaten Haushalten (oben: pro Jahr) 212 625 000 kg (15,1%)

405 kg/min

54 489 600 kg (53,27%)

104 kg/min

21 250 000 (27,03%)

40 kg/min

288364600 kg (18,24%)
Weggeworfen vom Einzelhandel 149 299 000 kg[7] (10,67%) Keine Daten Keine Daten  149 299 000 kg (10%)

In Deutschland landen insgesamt 30% aller importierten Bananen im Müll, somit entfallen noch 4,9% der verschwendeten Bananen auf Industrie, Gastgewerbe, etc[10]. Übrigens: Am Ende dieser Seite findest du die Berechnungen, die hinter diesen Zahlen stehen.

Daraus folgt:

Wir haben in Privathaushalten das größte Potential, die Verschwendung von Bananen zu reduzieren!

Der Titel 0 kg/min steht nicht für Supermärkte oder die Industrie. 0kg/min soll unser Ziel sein!

Auch wenn sich in dieser Tabelle nur die Zahlen für Österreich, Deutschland und die Schweiz befinden, spreche ich mit „uns“ alle Menschen an, die Bananen kaufen!

DSC02014

2,6 kg entspricht etwa 18 Bananen pro Person und Jahr.

0 kg pro Minute ist ein realistisches Ziel, wenn nur jede/r von uns rund 2,5 bis 2,7 kg Bananen verwenden statt verschwenden soll.

In den folgenden Absätzen kannst du nachlesen, wie du Bananen am besten kaufst, lagerst, wann eine Banane essbar ist und wie du Bananen jeden Reifegrades lecker und gesund verarbeitest!

2.Wie kannst du mit Bananen bestmöglich umgehen?

Beim Kaufen

I. Planung

In vielen Haushalten steht ein Obstkorb auf dem Tisch: Mit Äpfeln, Birnen und Bananen. Für viele Menschen gehören Bananen im Obstkorb einfach dazu. So liegen die Bananen dort leider oft, bis sie braun sind und dann nicht mehr schön genug aussehen.

Bananen gehören nicht als Dekoration in jeden Obstkorb! Sie sind ein Lebensmittel. Brauchst du in den nächsten Tagen wirklich Bananen zum Essen?

Oft kannst du diese Frage mit Nein beantworten. Denn es ist noch genug Obst im Haus oder eine regionale Obstsorte ist in der Saison. Besonders im Sommer und im Frühling kannst du verstärkt auf regionale und kontrolliert biologisch angebaute Obstsorten zurückgreifen.

Nicht nur bzgl. Bananen hilft es, vor jedem Einkauf eine Einkaufsliste zusammenzustellen und sich strikt daran zu halten. So vermeidest du Verschwendung und schonst die Umwelt & deine Geldbörse!

Überlege dir beim Zusammenstellen der Einkaufsliste nicht nur, ob du Bananen brauchst, sondern auch, wie viele du brauchst und welche Gerichte du mit ihnen machen möchtest.

II. Einkauf

Wenn du dich entschieden hast, dass du Bananen kaufen möchtest, stellt sich die Frage: Wo kaufst du sie dir am besten?

Wie im letzten Kapitel schon erwähnt: Es gibt noch viele Alternativen zum Supermarkt! Schau dich einmal auf deinem Wochenmarkt um oder frage im örtlichen Bioladen nach kontrolliert biologisch angebauten Bananen von den Kanarischen Inseln. Sie legen einen kürzeren Weg zu dir zurück und sparen somit CO² ein. Denn 42% des CO² Ausstoßes von Bananen entsteht auf dem Transportweg mit dem Kühlschiff aus der Karibik[11].

Ein zusätzliches Argument für spanische Bananen: 2015 wurden 11 000 000 kg Bananen von den kanarischen Inseln weggeworfen, weil „zuviel produziert wurde“[12]. Das ist kein Einzelfall: Auch 2012 wurden 1 000 000 kg Bananen vernichtet[13]. Der spanische Markt ist zu klein, um alle Bananen „aufzunehmen“. Und wir importieren Bananen vom anderen Ende des Atlantiks!

Dabei gibt es gute Gründe für die europäischen Bananen: Du erhältst mit Bio – Bananen von den Kanaren etwas kleinere, aber hervorragend schmeckende und zumeist besser gereifte Früchte.

Alternativ kannst du dir Bananen aus dem Supermarktcontainer holen, was in Österreich und der Schweiz legal ist, solange du dafür nirgendwo einbrichst und nichts zerstörst. Es gibt in fast jedem Supermarktcontainer täglich genug Bananen für eine ganze Affenhorde. Indem du diese Bananen rettest und sinnvoll verwendest, kannst du deinen Appetit auf Bananen stillen und kurbelst die Bananennachfrage nicht weiter an. Wenn mehr Menschen weniger in den Supermarkt gehen und keine Bananen mehr dort kaufen, werden die Supermärkte weniger Bananen anbieten und somit weniger wegwerfen.

Falls du doch keine Alternative zum Supermarkt hast: Greife stets auf Bananen mit dem Bio und Fairtrade-Siegel zurück. So hilfst du, die Nachfrage in die richtige Richtung zu lenken.

Generell gilt: Du kannst alle Bananen kaufen und essen, nicht nur gelbe „mit grünen Spitzen“[14] (diesem Bericht nach die am liebsten gekaufte Reifungsstufe).

Auch einzelne Bananen landen oft im Container, weil viele Leute nur ganze Stauden mitnehmen. Es tut der Qualität keine Abbruch, wenn du auch mal einzelne Bananen statt nur ganze Stauden kaufst. Probier es aus!

III. Verpackung

Bananen sind ziemlich groß. Es ist überhaupt kein Problem, sie unverpackt mitzunehmen! Gib sie einfach in deinen Einkaufskorb bzw. Stofftasche und achte darauf, dass sie nicht von schwereren Sachen zerquetscht werden.

In Supermärkten kleben viele Aufkleber an den Bananen. Das ist mit einer meiner Gründe, warum ich beim Kauf auf Bioläden und Wochenmärkte setze – hier verzichten die Verkäufer meist auf die lästigen Pickerl. Die Aufkleber lassen sich vor allem von reiferen Bananen oft schwer abziehen und kompostierbar sind sie nicht!

Weise die Supermarktleitung auf eine neue Form der Kennzeichnung von Obst und Gemüse mit Laser hin. Aufkleber sind damit nicht mehr nötig.

Beim Lagern

I. Der richtige Ort

Das kommt auf den Reifezustand der Bananen an. Wenn du sie gerne noch etwas reifer hättest, lege sie in eine flache Schale in einem warmen Raum. Andere reife Früchte können den Reifungsprozess verstärken[15].

Daher lagere ich vor allem Bananen, die bereits reif genug sind, nicht mehr in einer Obstschale, sondern in einem kühlen Raum, idealerweise im Keller.

Lege Bananen nicht in den Kühlschrank! Dort werden sie meiner Erfahrung nach leichter matschig und schneller braun. Wenn du viele Bananen einfach lagern möchtest, empfehle ich die Tiefkühltruhe! Ich schäle die Bananen an, lege die Schale wieder um die Bananen und friere alle Bananen lose in einer Box in der Tiefkühltruhe ein. So produziere ich keinen Plastikabfall und weil die Schale nur noch lose an der Banane anliegt, kannst du sie beim Auftauen leicht wieder entfernen.

Im Tiefkühler können die Bananen für ein halbes Jahr und länger bleiben. Das die Schale dort braun wird, ist ganz normal. Die tiefgekühlten Bananen kannst du vielseitig verwenden (siehe unten).

II. Bananen verwenden

Was kann ich essen? – kurze Notiz zur Bananenschale

Gewöhnlich schält man die Banane vor dem Essen. In den vergangenen Monaten erklärten jedoch immer mehr Quellen die Bananenschale zum gesunden und leckeren Snack: Sie soll reich an Vitaminen sein und viele Ballaststoffe enthalten. Damit sie trotzdem schmeckt, sollte man sie am besten anbraten und z.B. als ungewöhnliche Dekoration zu Gerichten dazugeben. Teile von Obst und Gemüse, die bislang im Kompost landeten, zu leckeren Gerichten zu verwandeln, liegt im Trend. Dieser Artikel befasst sich näher mit dem Thema.

Vor dem Verfassen dieses Artikels wusste ich leider noch nichts von diesem Trend und konnte deswegen noch keine Bananenschale probieren. Wenn ihr schon einmal die Schale gegessen habt: Ich würde mich über Kommentare dazu sehr freuen!

Fazit: Der spannende Ansatz, die Bananenschale auch zu verwenden, könnte uns helfen, die Banane noch vielseitiger zu nutzen! Allerdings würde ich die Schale ausnahmslos bei kontrolliert biologisch angebauten Bananen essen, niemals bei konventionellen (siehe Teil II)

Wann sind Bananen noch genießbar?

Eine Banane ist vollgelb, fest und gekrümmt. Im Geschäft, in der Werbung, auf Ausmalbildern findet sich überall das stereotype Bild dieser Frucht. Und bitte die Idealmaße 14-2-gelb nicht vergessen!

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Würdest du diese Bananen noch essen?

So ist das Verhalten von privaten Konsumenten nicht überraschend. Betrachte die erste Grafik in diesem Interview. Sie ist sehr aufschlussreich, was unsere Essgewohnheiten angeht.

So bevorzugen je 36% der Konsumenten beim Verzehr eine Banane, „gelb mit grünen Spitzen“ oder „vollgelbe“. Nur 14% ziehen eine Banane mit wenigen braunen Zuckerflecken zum Verzehr den anderen vor. Die meisten Menschen halten Bananen mit großen braunen Stellen auf der Schale für verdorben. In Wahrheit kannst du Bananen auch dann noch essen, wenn die Schale vollständig braun ist! Das zeigt mein Foto unten.

PIC B

PIC A

Bananen verschiedenen Reifegrades, die unten geöffnet wurden. Alle sind essbar, lecker und süß!

Auch Bananen mit braunen Stellen im Fruchtfleisch sind genießbar. Ich bemerke manchmal einen braunen Streifen im inneren der Banane. Auch dieser schädigt den Geschmack überhaupt nicht.

Fazit: Bananen sind fast immer noch genießbar, auch wenn die Schale braun ist. Solange das Fruchtfleisch nicht verfault riecht, kannst du die Banane bedenkenlos genießen.

Leckere Anregungen& Rezeptideen

Was tun, wenn du trotz bester Planung einmal Bananen zuhause hast, die schon braun sind? Du hast echt genug von Obstsalat und Bananensplit? Oder du konntest beim Containern die letzte Bananenstaude einfach nicht zurücklassen?

Einfrieren funktioniert immer. Doch genauso gut kannst du dir sofort eine leckere Mahlzeit zubereiten.

Im folgenden stelle ich dir dazu 5 leckere Verwendungsvorschläge für Bananen vor. Alle Ideen funktionieren auch mit Bananen, die zuvor tiefgekühlt waren.

1.Iced Banana Smoothie

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Welche Bananen eignen sich dafür? Am besten tiefgekühlte, überreife Bananen

Für eine Person:

  • 2 kleine Bananen
  • Zimt
  • ggf. etwas Wasser

Schneide die Bananen in dünne Scheiben und gib sie mit einer Prise Zimt in den Hochleistungsmixer  (ein Pürierstab tut es auch). Gib gerade so viel Wasser dazu, dass der Mixer gut läuft. Je nach Wasserzugabe wird der Smoothie flüssiger, ohne Wasser erinnert er eher an Eis (auch bekannt als Nana-Icecream).

Diese rein pflanzliche Rezeptidee lässt sich unendlich variieren: Ich liebe Pfefferminze oder zuckerfreies Kakaopulver statt Minze. Außerdem schmecken auch Beeren, Nussmus oder Rosinen im „Iced Banana Smoothie“ ausgezeichnet.

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2. Bananenbrot

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Welche Bananen? Am besten reife bis überreife, von außen gepunktete oder ganz braune Bananen

Dies hier ist mein Lieblingsrezept für weiches, saftiges Bananenbrot: (Menge für 2 Personen)

  • 4 Bananen
  • 40 g Raps, Sonnenblumen oder Distelöl
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 25 g Haselnüsse, andere Nüsse oder Mandeln gemahlen
  • 125 g Mehl (weißes oder Vollkorn)
  • 1 Messerspitze Natron
  • 1 EL Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup

Zerquetsche die Bananen mit einer Gabel zu Mus. Das geht umso besser, je reifer sie sind. Dann mischst du das zuerst Mehl mit dem Natron und gibst alle Zutaten in die Schüssel. Rühre mit der Gabel weiter alles gut durch. Fette und bemehle eine beliebige Form oder ein Backblech und streiche den Teig darauf. Nach etwa 30 Minuten im Ofen bei 180° (für Kastenformen ggf. länger) ist das Bananenbrot fertig.

Egal ob warm oder kalt, zum Frühstück oder zum Kaffee, mit oder ohne Aufstrich ist es absolut lecker, gesund und schnell zubereitet!

3. Bananenmilch, Bananenquark und Bananenjoghurt

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Welche Bananen? Reife bis überreife Bananen, tiefgekühlt oder frisch

Die gute alte Bananenmilch schmeckt immer wieder fein. Ähnlich wie der Iced Banana Smoothie kann sie in unendlich vielen Varianten neu kombiniert werden.

Für unterwegs oder als gesundes Frühstück: Mische Quark(Topfen) oder Joghurt mit tiefgekühlten, dünnen Bananenscheiben und einer Beerensorte als Farbtupfer (darf gerne auch tiefgekühlt sein). Etwas Leinsamen, Walnüsse und Rosinen perfektionieren den Genuss.

4. Bananenpfannkuchen

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Welche Bananen? Am besten reife bis überreife, von außen gepunktete oder ganz braune Bananen

  • 1 Banane
  • 75 ml Milch oder 75 ml Wasser mit 1 EL fein gemahlenen Nüssen
  • 75 g Mehl (weiß oder Vollkorn)
  • Prise Natron

Mische Mehl mit Natron, dann alle Zutaten und streiche kleine Mengen des Teigs auf eine Crepepfanne. Wende die Pancakes nach wenigen Minuten auf der heißen Pfanne. Gib ggf. etwas Wasser auf die Pfanne, der Dampf macht die Küchlein noch fluffiger.

Als Topping schmecken Beeren aller Art, Schokoladensauce, Honig oder Mandelmus. Ich habe die Himbeeren kurz gegrillt und mit gemahlenen Haselnüssen bestreut.

5. Kuchen

Welche Bananen? Am besten reife bis überreife, von außen gepunktete oder ganz braune Bananen

Dazu gibt es nicht ein Rezept – sondern alle Kuchenrezepte, die du kennst und liebst! Besonders in Schokokuchen ist das Aroma der Bananen ein Traum!

Es funktioniert für verschiedenste Kuchen, ein Ei durch eine halbe Banane zu ersetzen. In vielen Kuchen ersetze ich so über die Hälte der Eier durch Bananen. Wage dich langsam heran und überprüfe, ob dir der Geschmack zusagt.

siehe unten: Auch der Kuchen in Kastenform wurde mit 2 Bananen und nur 2 Eiern gebacken.

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Zusammenfassend

Bananen sind ganz besondere exotische Früchte.

Wir haben so viele hervorragende Möglichkeiten, Bananen zu verwenden. Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Verwendungsmöglichkeiten als die oben genannten. Doch bereits diese kleine Auswahl von Ideen zeigt: Keine Banane muss verloren gehen! Ich bin zuversichtlich, dass wir es gemeinsam von durchschnittlich 2,58 kg weggeworfenen Bananen pro Person und Jahr auf 0 kg schaffen können!

Diese Vision spiegelt sich schon in der Überschrift wieder.

Dazu ist es wichtig, dass jeder weiß: Auch braune Bananen sind noch essbar. Bananen tiefzukühlen, ist zudem eine simple Möglichkeit für einfache und längere Lagerung.

 

P.S. Diesen Beitrag reiche ich zum #reducefoodwaste Blogger Award 2017 ein. Daher ist es mir besonders wichtig, über meinen Artikel hinaus etwas zu bewirken und Dir bei bewusstem Genuss, Lagerung und leckerer Verwendung von Bananen zu helfen!

Zudem ist er mit dabei in der Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben! 

Ich würde mich freuen, wenn du mir bei der Verbreitung dieses Artikels hilfst, indem du über Bananen sprichst, diesen Beitrag teilst und mir offene Fragen stellst!

 

Quellen:

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wwf-studie-millionen-tonnen-lebensmittel-landen-im-muell-a-1039485.html

[2] http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/die-zehn-liebsten-obstsorten-der-deutschen-bid-1.3045315

[3] Ich habe für die Berechnung den oben genannten Wert verwendet:

[4] http://countrymeters.info/de/Germany/ Stand Oktober 2017

[5] ( 81 000 000 * 2.625 kg Bananen pro Jahr)

[6] (212 625 000: 365= 582534 kg pro Tag…582534 :24:60=rund 405 kg.)

[7] Basierend auf 288 kg/min http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.lebensmittel-die-kann-man-noch-essen.c371fd53-f2f1-4aac-aae4-2f362e4a65b0.html

[8] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/328345/umfrage/importmenge-von-bananen-in-deutschland/

[9] Und das nur bei der Annahme 1kg=1,19€. Um dieses Geld bekommst du keine Bananen, bei deren Verzehr du ein gutes Gewissen haben kannst. Kanarische Bananen kosten in Bio-Qualität min. 3€ pro kg.

Hinweis: Die prozentuellen Angaben gelten spaltenweise: z.B. Deutschlands private Haushalte werfen 15,1% des deutschen Bananenimports weg. Die großen Spannen bei der Menge der prozentuell in Privathaushalten weggeworfenen Bananen kommen vor allem von der verschieden hohen Importmengen bei den drei Ländern.

[10]  http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lebensmittel-die-kann-man-noch-essen.952c5b83-f516-429f-ab63-d90465e7adac.html

[11] http://www.biotropic.com/getImage.php?iid=117

[12] http://www.sonnige-kanaren.de/kanaren-blog/2015/11/27/ueberproduktion-von-bananen/

[13] http://lapalma7.blogspot.co.at/2012/07/kanarische-bananen-auf-den-mull.html

[14]https://www.dennree-biohandelshaus.de/qualitaet/die-kunst-der-bananenreifung.html

[15] https://www.tippscout.de/bananen-aufbewahren-und-richtig-lagern_tipp_2516.html

Hintergrundinfo zur Berechnung der Werte in der Tabelle:

Wie viele Bananen werden nun in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen weggeworfen?

Total Import Bananen A: 102 299 000 kg [1]

Nach Statistik Austria beträgt der Pro-Kopf Verbrauch (also gegessene + weggeworfene Bananen) 13,2 kg pro Jahr[2]. Nach obiger Annahme isst jeder Österreicher pro Jahr 10,56 kg im Jahr und wirft 2.64 kg weg. Somit sind die Zahlen für Österreich und Deutschland fast gleich. Österreichs 8 600 000 Einwohner (Stand Oktober 2017) werfen somit im Jahr 54 489 600 kg Bananen weg. Das macht (54 489 600:365:24:60= rund 104 kg Bananen pro Minute!

Total Import Bananen CH: 72 000 000 kg[3]

Jeder Schweizer isst 10 kg Bananen pro Jahr[4], kauft folglich 12,5 kg pro Jahr und wirft 2,5 kg Bananen weg. In der Schweiz leben 8 500 000 Menschen, die folglich 21 250 000 kg Bananen jährlich wegwerfen. Das macht (21 250 000 kg:365:24:60=rund 40 kg) 40 kg, die alle Schweizer pro Minute wegwerfen.

Privat: 21 250 000:72 000 000= 27,03% weggeworfen von privaten Haushalten

 

[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/348178/umfrage/importmenge-von-bananen-in-oesterreich/

[2] http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/soziales/verbrauchsausgaben/konsumerhebung_2009_2010/index.html siehe Tabelle: Durchschnittlicher monatlicher Verbrauch zushause konsumierter Lebensmittel und Getränke

[3] https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standard/Die-BilligBanane-duerfte-aus-den-Laeden-verschwinden/story/19237742

[4] https://www.ktipp.ch/artikel/d/schweizer-sind-die-fairsten-bananen-konsumenten/

10 Kommentare

  1. Boah, so eine ausführliche Recherche und so schockierende Zahlen! Ich bemühe mich immer aus den braunen Bananen Joghurt oder Smoothies oder Kuchen etc. zu machen. Dass man die Schale essen kann, hatte ich noch nie gehört. Hast du es inzwischen probiert? Ich würde das ehrlich gesagt aber nur mit Bio-Bananen machen… Übrigens, wenn du magst: Wir haben eine Linkparade zu grünen und nachhaltigen Themen aller Art. Wenn du magst, mach dort mit: http://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.de/2017/09/einab-23-umweltfreundliches.html
    Viele Grüße,
    Marlene

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    1. Hallo Marlene,
      das ist ein guter Punkt den du erwähnst: Die Schale sollten natürlich immer aus biologischem Anbau sein. Ich habe das noch hinzugefügt. Die Gründe dafür stehen ja auch in Teil 2 zum Thema Bananen 🙂
      Bis vor einer Woche wusste ich auch nicht, dass man Bananenschalen essen kann. Ich hatte seither noch keine Gelegenheit zu probieren (kommt aber noch!), weil ich gerade dieses Wochenende wieder sehr reichlich Bananen in den „Biomüll“containern beim Supermarkt gefunden habe- das Beitragsbild ist mein gesamter Fund vom letzten Freitag! Da sind immer biologisch angebaute und konventionelle gemischt.
      Gerne trete ich eurer Linkparade bei!
      Viele Grüße,
      Kristina

      Gefällt 1 Person

      1. Hallo Kristina,
        da freue ich mich, wenn du bei „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ mitmachst, das bringt immer viel Inspiration 🙂 Wegen dir habe ich heute Abend spontan auch eine Bananenschale mit in mein Reste-Curry (u.a. mit Klößen, Sauerkraut, Kürbis, Porree und Kokosmilch) geworfen. Die Bananenschalen-Stückchen mussten ganz schön lange braten, bis sie nicht mehr bitter schmeckten. Ich weiß nicht, ob das so sein muss 😉 Aber nach ca. 15 Minuten braten/kochen sind sie niemanden negativ aufgefallen und so mit verwertet worden. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Bananenschale jetzt einen besonderen Eigengeschmack hatte, aber ich werde das bestimmt noch einmal an anderen Rezepten probieren.
        Viele Grüße,
        Marlene

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  2. Hallo Kristina!

    Durch EiNaB habe ich zu Deinem Beitrag gefunden. Selbst bin ich ja auch Teil von EiNaB, habe aber auch selbst Linkpartys. Unter anderem zum Thema Lebensmittelverschwendung.

    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2017/05/26/restekueche-mach-was-draus-linkparty/

    Lustigerweise, oder sagen wir lieber, bezeichnenderweise war auch mein eigener erster Beitrag dazu über die Banane. Denn ich sehe immer wieder, wie viele Bananen in den Mülltonnen von Lebensmittelgeschäften landen. Es ist wirklich erschreckend.

    Selbst kaufe ich daher keine Bananen mehr, sie schmecken auch gar nicht gut aus dem Geschäft. Viel besser sind sie aus der Mülltonne. Klingt jetzt vermutlich echt schräg, ist aber wirklich so.

    Herzlichen Dank für Deinen tollen Beitrag, den ich wirklich großartig finde!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,

      freut mich, dass dir der Beitrag gefällt!

      Ich habe genau dieselbe Erfahrung gemacht wie du: Die reifsten Bananen – und das sind die aus dem „Biomüll“ schmecken am besten und viele Rezepte werden nur mit solchen Bananen richtig lecker.

      Ich habe die kanarischen Bananen als zusätzliche Alternative erwähnt, weil sie meiner Erfahrung nach reifer sind als gekaufte Bananen aus Mittel- und Südamerika. Sie kommen für mich näher an den ausgezeichneten Geschmack von Bananen aus dem „Biomüll“ heran und könnten somit eine mögliche Alternative für Leute sein, die keine Möglichkeit zum Containern haben.

      Das Thema deiner aktuellen Linkparty finde ich großartig, dürfte ich da auch mitmachen?

      LG,
      Kristina

      Gefällt 1 Person

      1. Hallo Kristina!

        Da war mein Zaunpfahl wohl zu klein 😉 Bitte sehr gerne, ich würde mich riesig freuen, wenn Du an der Linkparty Resteküche mit machst. Auch alte Beiträge sind gerne willkommen, falls Du schon mal früher was geschrieben hast zu dem Thema.

        Würde mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt bleiben bei dem Thema, die Linkparty ist dauerhaft geöffnet 🙂

        Und natürlich auch bei EiNaB, wo ich ja auch mit dabei bin 🙂

        lg
        Maria

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  3. Liebe Kristina,
    Was für gruselige Zahlen! Ich habe Bananen auch immer im braunen Zustand gegessen und wurde/werde regelmäßig angeschaut, als hätte ich etwas Ansteckendes in der Hand… Deine Rezepte hören sich toll an! Erst am Wochenende habe ich zum ersten Mal Pancakes aus Bananen, Ei und Backpulver gemacht! Sooooo lecker!
    Viele Grüße, Izabella

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