Wie transformiert Containern dich? Meine Top 10 Veränderungen

Grüner Spargel, Lauchzwiebeln und Bananen: Das war meine erste Beute aus dem Supermarktcontainer, die ich vor ungefähr einem Jahr mit nachhause gebracht habe. Seither gehe ich jede Woche containern und decke fast meinen ganzen Bedarf an Obst, Gemüse und Brot durch die geretteten Lebensmittel.

Ich habe in diesem und im nächsten Artikel 10 Bereiche herausgegriffen, die sich für mich verändert haben: Was für mich und dich neben Gratis-Essen und der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sonst noch beim Containern herausspringt, erfährst du in folgendem Artikel.

1.Waste’s End

Bild 2.2

Bild 1: Social Media war in meinem Leben früher kaum präsent

Für mich war es furchtbar schockierend, die Mülltonnen voller Gemüse, Obst und frischem Gebäck zu sehen. So schockierend, dass damit endgültig feststand: Ich möchte anfangen, zu bloggen. Ich finde, jeder sollte sehen, wo Essen illegitimerweise entsorgt wird! Daher war mir gleich klar, dass ein Teil meines Blogs sich auch mit der Lebensmittelverschwendung befassen wird. Vor einem Jahr um diese Zeit habe ich also begonnen, über geeignete Blognamen nachzudenken. Im Juli schrieb ich die Anfangstexte und entwarf die Gliederung für Waste’s End. Durch das Bloggen und Interagieren in sozialen Medien wie Instagram lerne ich jeden Tag, gewinne neue Ideen und denke auch kritisch über die gesehenen Trends und Strömungen im Web nach.

=> Gerade, wenn du bisher auch schon auf Social Media aktiv warst und viele Menschen deine Posts sehen, hast du einen Einfluss und kannst mit Fotos & Posts vom Containern erzählen. Ich finde es gerade betreffend Containern wichtig, dass mehr Menschen davon erfahren, denn darüber wird noch nicht viel berichtet.

2.Mehr verwenden

Seit ich containere, verwende ich mehr. Und das erstreckt sich auf alle Ebenen im Bereich Essen & Trinken:

  • Ich nutze auch nicht verzehrbare Bestandteile von Nahrungsmitteln, z.B. mache ich aus Zitronen- und Orangenschalen Reinigungsmittel (einfach in Essig einlegen).
  • Wann immer ich eine Schale bzw. einen Kochtopf mit Essen leere, achte ich darauf, wirklich alles aus dem Topf zu schütten, bevor ich ihn abwasche. Dabei bleibt kein Körnchen Reis mehr übrig – alles wird umgefüllt bzw. aufgegessen! So geht das Abwaschen gleich leichter.
  • Getränke trinke ich aus. Früher ließ ich oft das halbe Weinglas stehen, einfach weil es mir nicht schmeckt, weil ich keinen Durst mehr habe… Heute lehne ich Getränke lieber ab oder schenke mir das Glas nur halbvoll ein, damit nichts übrigbleiben muss.
  • Warum sollte man Karotten schälen, wenn es abwaschen auch tut? Bei vielen Gemüsesorten kann man mehr verwenden als gedacht. Auf diese Weise lässt sich der Trend „Nose-to-Tail“, der die Verwendung des gesamten Tieres ins Zentrum stellt, auch auf viele Gemüse- & Obstsorten anwenden. Dadurch habe ich neue Gerichte entdeckt und konnte oft Zeit bei der Zubereitung sparen.

Das geht natürlich am besten mit Bioobst & -gemüse! So vermeidest du, dass Pestizide auf deinem Teller landen. Damit komme ich schon zum nächsten Punkt.

=> Containern macht kreativer und regt zur Verwendung von mehr an. So entdeckst du auch neue Rezepte!

3. Bio kaufen, aber bitte ohne Abfall!

Bio schmeckt besser. Das habe ich auch beim Containern festgestellt. Oft finde ich sehr gut erhaltenes Bioobst, -gemüse, und -brot wie z.B. Bananen, Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Zucchini und dunkles Vollkornbrot. Gerade die Geschmacksunterschiede zwischen biologisch angebauten und konventionellen Tomaten sind auffallend! Und wie oben erwähnt, lässt sich die Schale bei Biogemüse und Obst besser verwenden.

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Die Bioregale im Superamarkt sind bzgl. Verpackungen ein einziges Desaster! Das Foto habe ich in Frankreich aufgenommen. Doch ähnliche Bilder findet man im ganzen EU-Raum

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So gefällt es mir! Unverpackte und superleckere Tomaten auf einem provenzalischen Markt

Früher habe ich oft konventionelles Obst und Gemüse gekauft. Der Grund war nicht der (um ein paar Cent höhere) Preis: Im Supermarkt war immer alles in Plastik verpackt! Daher kaufe ich auch im Rahmen von Zero Waste nur noch auf dem Markt, im Bioladen oder im Unverpacktladen das nötige Obst&Gemüse ein. Wann immer möglich, kaufe ich Bio. Man kann sich auch eine Gemüsekiste liefern lassen, die ohne Einwegplastik und Einwegpapier auskommt.

=> Beim Containern findest du auch oft Biogemüse und Biobrot. Dadurch kommst du sicherlich auf den Geschmack, noch mehr Bio zu kaufen!

4. Zum Glück gibt’s den Misthaufen!

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Mein Kompost schliesst den Kreis und ist das fünfte R von Zero Waste: Rot!

In einer Ecke in unserem Garten stehen schon immer 2 große Misthaufen. Auch wenn ich so viel wie möglich verwende, kommt doch noch Bioabfall zusammen: Manchmal stelle ich erst beim Heimkommen vom Containern fest, dass die Avocados schon braun innen sind und ich sie kompostieren muss. Denn abends beim Container ist es oft dunkel und ich stecke lieber zu viel ein, als dass ich leckere Sachen einfach dort lassen würde.

Daher ist der Komposthaufen super: Ich kann die nicht mehr verwertbaren Reste reinwerfen und nach einer gewissen Zeit kommt wieder Erde für die Pflanzen im Garten oder Haus heraus. Das ist gelebte Kreislaufwirtschaft. Daher kann ich auch dir nur jedem empfehlen:

=> Versuch es doch mal mit einem Misthaufen oder kompostiere organische Abfälle im Bokashi-Eimer. Das spart Abfalltransporte, Plastiksäcke und du bekommst kostenlose nährstoffreiche Erde!

Das waren meine ersten 4 Punkte, die nächsten sechs veröffentliche ich in einer Woche! Bis bald 🙂

Quellen:

Bild 1:  Orginal has been photographed by Jason Howie, Flickr (https://www.flickr.com/photos/jasonahowie/8583949219/in/photolist-g5jTWF-e1HpQq-amC4jN-e5wZ3t-VMLTZk-firryD-aFy3bt-c9FLYw-auagJ4-rBoGVq-TK5oQF-qi7hrH-d41HES-7R7gx2-aucWr1-dvUxYM-7Kh7bs-nX21xv-4se7dy-6MgfTM-X7jFLC-s98dqU-edtLbX-7W2AHg-qMfqE7-qPeuX4-9gBecd-dZxNRq-9k7yPR-6cQmfH-9kaMbu-qFGDLi-9k7AF4-9kaMVf-9kaLeU-y56vX8-4KrmW2-9kaHKo-uG7sCE-9kaHPm-8az8WH-9kaL8o-bfx5Cz-cDhSG1-9kaHHs-pSeu1d-qfWL4G-7DHSAH-9kaM91-qPt3pJ)

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