Nachhaltig backen leicht gemacht: Meine Top 7! – Teil III

„7 Top Tips on How to Bake Sustainably“: Find the english version of this article on orgayana!

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Sicherlich auch bald in deinem, wenn du diese Top 7 Tipps zum nachhaltigen Backen umsetzt!

Natürlich ist es einfacher, einen Artikel über einen einzelnen Aspekt von Nachhaltigkeit wie etwa pflanzliche Zutaten oder Zero Waste zu schreiben. Doch ich wollte in diesem letzten Artikel meiner Serie über bewusstes Backen Nachhaltigkeit als Ganzes ansprechen. Denn ansonsten fokussiert man sich oft auf einem kleinen Bereich und stellt dann fest, dass man einen anderen ganz vergessen hat.

Wenn ich beispielsweise durch gesunde, vegane Rezepte stöbere und sie mit exotischen Zutaten von Kokosblütenzucker bis hin zu Gojibeeren und Tapiokastärke nur so gespickt sind, habe ich mich immer gefragt: Ist es wirklich nachhaltig, diese ganzen Zutaten so weit zu transportieren? Und kann ich die überhaupt alle Zero Waste & in Bio-Qualität kaufen?

Deswegen gebe ich jetzt Tipps zum allgemein nachhaltigen Backen. Dazu orientiere ich mich an meinen Kriterien für nachhaltiges Leben, die ich in einem anderen Artikel noch ausführlicher erkläre.

1.Pflanzlich

Embed from Getty Images

Foto: Rohes Gemüse statt Kuchen? Nicht notwendig – gewusst wie, ist pflanzliches Backen einfach und lecker!

Dazu habe ich einen eigenen Artikel verfasst. Durch pflanzliches Backen kannst ganz einfach deinen Konsum an tierischen Produkten reduzieren, ohne etwas zu vermissen! So reduzierst du deinen CO2-Fußabdruck, vermeidest Regenwaldabholzung für Tierfutter und überraschst Freunde & Familie mit pflanzlichen, superleckeren Kuchen!

2. Zero Waste & Zero Food Waste

1/3 aller Nahrungsmittel weltweit werden verschwendet – dabei ist es viel leckerer, sie zu essen!

Mein Lieblingstipp: Immer die Teigschüssel gut auslecken 😉 Mit rein pflanzlichem Teig ist das auch nicht ungesund oder gefährlich.

Viele weitere Tipps findest du hier.

Um Lebensmittelabfälle außerhalb meines eigenen Haushalts zu vermeiden, gehe ich auch sehr gerne containern. So rette ich jede Woche Lebensmittel, die Supermärkte einfach weggeworfen hätten. Das ganze Jahr über hole ich viel Obst, das sich auch super zum Backen eignet, wie z.B. Bananen, Äpfel, Birnen, Pfirsiche,… aus der grünen Tonne. Die geretteten Obst- und Gemüsesorten inspirieren mich immer wieder zu neuen Kreationen.

3.Kontrolliert ökologisch angebaut

Wenn ich einkaufen gehe – was dank Containern gar nicht so häufig vorkommt, achte ich darauf, nur kontrolliert biologisch angebaute Lebensmittel zu kaufen. Für mich ist Landwirtschaft frei von Pestiziden und anderen Giften die einzig denkbare Zukunft für uns und kommende Generationen. Deswegen ist mir mein Bio-Einkauf so wichtig! Achte auf ein staatlich anerkanntes Biosiegel. Ich kaufe Bioprodukte gerne im Unverpackt-Laden, auf dem Markt oder im Bioladen.

4.Energie bewusst verwenden

Embed from Getty Images

Nein, damit meine ich nicht abends backen, weil dann der Strom billiger ist. Beim Backen selbst kann man mit ganz einfachen Tipps Energie sparen!

  • Ich rühre oder knete die meisten Teige von der Hand und verzichte auf den Mixer. Pflanzliche Teige müssen meist ohnehin weniger stark gerührt werden als solche mit Butter & Co.
  • Vorheizen ist bei den meisten Gebäcksorten unnötig. Gib den Kuchen einfach direkt ins Rohr und passe die Backzeit entsprechend an.
  • Ich nutze auch die Nachwärme und schalte den Ofen bei einer Stunde Backzeit gerne zehn Minuten früher aus. Experimentiere einfach mit der Zeit – ich bin jemand, der alles lieber ein bisschen zu roh isst. Daher schalte ich den Ofen gerne noch früher früher aus und genieße die saftigere Konsistenz des Kuchens.
  • Versuche, die Tür des Backofens während dem Backen möglichst wenig zu öffnen – denn dabei geht viel Energie verloren!
  • Rohkostkuchen muss gar nicht gebacken werden! Allerdings besteht er oft aus sehr exotischen Zutaten. Mit möglichst regionalen Bio-Zutaten zubereitet, kann Raw-Food Cake eine gesunde, leckere Abwechslung zu klassischem Kuchen darstellen!

5.Saisonal

Embed from Getty Images

Schau auf den Saisonkalender für deine Region. Während in Österreich gerade Rhabarber geerntet werden kann, kommt in Thailand nun die Zeit für die Mangostan-Ernte. Saisonales Obst und Gemüse muss nicht lange gelagert werden, hat mehr Vitamine und schmeckt einfach besser!

6.Regional

Regional backen ist auch für mich nicht immer leicht: Kakaopulver, meine Lieblingszutat, kommt stets aus Afrika oder Südamerika. Doch auch der Kauf regionaler Produkte ist ein Teil von Nachhaltigkeit, denn so kann man Transportwege kürzen.

Daher habe ich hier ein paar einfache Tipps & Tricks für regionaleres Backen zusammengestellt:

  • Gerade bei Obst kannst du dich an den Jahreszeiten orientieren und dich vom Angebot auf dem Bauernmarkt inspirieren lassen! Achte auf die Herkunft: Manche Stände bieten Ware aus aller Welt an. Und wenn du wie ich in einer Grenzregion wohnst, kann die Erdbeersorte aus dem angrenzenden Deutschland manchmal regionaler sein als die aus einem Bundesland, welches über 500 km entfernt ist.
  • Entscheide dich für Nussorten, die aus der näheren Umgebung kommen. Walnüsse etwa werden in Mitteleuropa noch häufiger angebaut als Mandeln, die oft aus Spanien oder sogar Kalifornien importiert werden.
  • In meiner Region werden tierische Produkte wie Kuhmilch, Joghurt,… oft als regional gepriesen! Dennoch sind pflanzliche Produkte so gut wie immer die nachhaltigere Wahl – denn die meisten tierischen Produkte stammen aus Massentierhaltung und verbrauchen große Mengen an Land, Wasser und Nahrungsmitteln, die eigentlich für den Menschen gedacht wären. LINK

7.Fair

Embed from Getty Images

Bei exotischen Zutaten wie Kakao, Kaffee und bestimmten Früchten ist es mir sehr wichtig, nur solche aus fairem Handel zu kaufen. So profitieren auch die Bauern von unserem Kauf durch bessere Zukunftsaussichten für sich und ihre Familien. Manche Unternehmen haben eigene Fairtrade-Programme, ansonsten ist das Fairtrade-Siegel eines der verbreitetsten Siegel. Achtung: Bei Fairtrade ist Mengenausgleich erlaubt – sprich, das Produkt, welches du kaufst, besteht gar nicht aus 100% Fairtrade-Zutaten. Wegen dieser Intransparenz achte ich darauf, exotische Produkte sparsam zu verwenden und, wenn möglich, auf solche von kleineren Unternehmen zurückzugreifen, die ihre Wertschöpfungskette kennen und in engem Kontakt mit Bauern vor Ort stehen.

Das war meine Serie zu nachhaltigem Backen! Ich hoffe, du konntest einige hilfreiche Tipps für dich herausgreifen und umsetzen. Hast du noch weitere Kategorien, die dir beim nachhaltigen Backen wichtig sind? Schreib mir einen Kommentar!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s